Derzeit redet die ganze PR-Welt von Content Marketing (auch wir haben uns damit beschäftigt). Doch ein andere Säule der Kommunikationsarbeit ist mindestens genauso wichtig: Die Medienbeobachtung.

 

Die Ziele der Medienbeobachtung haben sich geändert

Viele denken dabei an klassisches Print-Monitoring, bei dem die relevanten Zeitungen und Magazine auf den eigenen Unternehmensnamen und an dessen Ende meist ein Pressespiegel steht. Viele Entscheider in Unternehmen fragen sich mittlerweile, warum sie dafür überhaupt noch Geld investieren sollten, schließlich sind viele Artikel online abrufbar, oder bereits von einem Dienstleister als PDF zur Verfügung gestellt worden.

Über diese Art der Medienbeobachtung ist man bei der Kommunikationsarbeit jedoch längst hinaus, denn die Ziele des Monitorings haben sich geändert. Klar, die Überprüfung der Wirksamkeit der eigenen Marketing- und PR-Aktivitäten oder die Wettbewerbsbeobachtung sind nach wie vor wichtig. Jedoch spielen im Zeitalter zunehmender Digitalisierung und Schnelllebigkeit von Informationen andere Gründe eine entscheidendere Rolle.

[Tweet „Der Pressespiegel hat ausgedient. Warum sich moderne Medienbeobachtung trotzdem lohnt“]

 

Was es zu beobachten gilt

Sein eigenes Unternehmen zu beobachten bringt im Grunde wenig. Wer seine Kommunikation über eine Presseabteilung oder Agentur steuert, weiß weitgehend was berichtet wird. Viel interessanter ist doch, was im Markt passiert, welche Themen gegenwärtig bespielt werden und welche Trends sich entwickeln. Moderne Monitoring-Tools sind mittlerweile in der Lage, thematische  Kontexte zu erkennen, aktuelle relevante Buzzwords zu clustern und so Trend- und Themenanalysen zu erstellen. Auf diese Weise hilft moderne Medienbeobachtung die Kommunikation on-time anzupassen und neuen Content zu erstellen, der nicht hinter der Themenwelle her schwimmt, sondern diese bestenfalls erzeugt.

Des Weiteren ist Medienbeobachtung für alle Unternehmen relevant, die in sozialen Netzen aktiv sind, eine Social Media affine Zielgruppe oder viele Mitarbeiter haben oder deren Mitarbeiter aus vertrieblichen Gründen dort aktiv sind. Viele Kommunikatoren blicken nicht über die von ihnen bespielten Kanäle hinaus und meinen, sie hätten damit alles unter Kontrolle. Parallel spielen sich jedoch woanders möglicherweise ganz andere Geschichten ab. Professionelle Medienbeobachtung kann helfen, diese ins Blickfeld zu rücken um im Falle negativer wie positiver Massenreaktionen agieren zu können. Mit Hilfe intelligenter Tools und Algorithmen lassen sich heutzutage Stimmungen von Beiträgen und Themenwolken automatisch herauslesen und visualisieren. So lässt sich beispielsweise ein Shitstorm erkennen, noch bevor er sich entlädt, ganz egal in welchem Netzwerk.

[Tweet „Den Shitstorm erkennen, bevor er entsteht. Modernes Monitoring machts möglich“]

 

Gebündelte Kompetenzen sparen Kosten und Aufwand

Nun stellt sich für viele Entscheider in Unternehmen die Frage nach Aufwand und Kosten: Müssen neben den klassischen Print- und Online-Dienstleistern etwa auch noch neue Anbieter für Social Media-  und Trendanalysen hinzugezogen werden? Mittlerweile haben auch die Anbieter erkannt, dass ganzheitliche Systeme für eine Rundum-Medienbeobachtung notwendig sind. Einige haben ihr Portfolio aufgestockt und können über alle Kanäle hinweg Monitoring betreiben. Der administrative Aufwand ist gering, da alle Leistungen aus einer Hand kommen. Andere Anbieter kooperieren miteinander um ihre gebündelten Kompetenzen gemeinsam anzubieten. Das spart Kosten. Die Entscheidung, welcher Anbieter für die Medienbeobachtung in Frage kommt, kann letztendlich an den Bedürfnissen und Kommunikationszielen des Unternehmens ausgerichtet werden. So bieten sich für Kommunikatoren aufregende, neue und innovative Kommunikationsansätze.

Jetzt gilt es also nicht nur, Content zu vermarkten sondern vorher über moderne Medienbeobachtung aktuelle Themen, Trends und Stimmungen zu analysieren. Erst dann kann der Content zielgenau angepasst werden.

 

Von Anke Triebe