Posts für die Ewigkeit oder den Augenblick?

Zur Zeit überschlagen sich die Neuigkeiten der verschiedenen Social Media Plattformen. Doch welche Informationen sind im täglichen Gebrauch im Contentmarketing von B2B Unternehmen tatsächlich wertvoll?

So wurden im April auf der f8, der jährlichen Entwicklerkonferenz von Facebook neue Tools wie Bots und Save Buttons vorgestellt, um den Nutzern weitere Möglichkeiten innerhalb der Facebook Plattform anzubieten. Auch in aller Munde ist Livestreaming – und hier hat YouTube ein 360-Grad- Livestreaming-Tool entwickelt. Bei all diesen Neuigkeiten geht es darum, wie Unternehmen durch ihren Content noch besser ihre Zielgruppen erreichen und mehr wahrgenommen werden können.

Wie Ihr Content auch die Zielgruppe erreicht und wahrgenommen wird.

Ansätze, wie man Aufmerksamkeit für attraktiven Content erzeugt und Trends der Social Media Kanäle für B2B geschickt nutzt, ergeben sich über:

  • Klug gewählte Keywords
    Nachdem die Inhalte sich ungleich stärker vermehren als die Nutzer, sortieren Algorithmen unsere Wahrnehmung. Die organische Reichweite sinkt, bezahlte Inhalte rücken in den Vordergrund. Um sich hier zu behaupten, werden Hashtags und SEO optimierte Keywords immer wichtiger.
  • Das geeignete Medium
    Bilder und Videos sind für den Verbraucher oftmals viel einfacher zu konsumieren und zu verstehen als reiner Text. Die Herausforderung liegt darin, aussagekräftige Videos und Bilder zu erzeugen, die die Zielgruppe in ihren Bann ziehen. Der Erfolg von Social Media Kanälen, wie Snapchat und Instagram, bei denen das Sharen von Fotos im Vordergrund stehen sprechen für sich. Siehe unser Blogpost zu Instagram. Bei Videos sind Livestreamings gerade der absolute Renner und werden sowohl auf Facebook als auch auf YouTube weiterentwickelt. Aber auch Twitter hat mit Periscope eine weitere Social Media Plattform entwickelt, die Livestreaming ermöglicht. Im Vergleich zu vorprogrammierten Videos, die auf Abruf auf dem YouTube Kanal schlummern, haben Livestreamings ihren eigenen Reiz: da sie zeitnah sind und den Betrachtern das Gefühl geben nicht nur „dabei“ zu sein, sondern auch mit ihren Kommentarfunktionen direkt ins Geschehen mit einsteigen zu können., wirken sie ausgesprochen authentisch und damit glaubwürdig.
  • Das „Haltbarkeitsdatum“
    Facebook hat auf der f8 unter anderem angekündigt, dass es einen „Savebutton“ geben wird, damit Inhalte zu einemspäteren Zeitpunkt noch angeschaut werden können. Dies steht im generellen Gegensatz zu den vergänglichen Social Media Plattformen wie Snapchat oder Periscope.
    Hier sind zwei gegensätzliche Entwicklungen auf dem Social Media Markt erkennbar:
    Auf der einen Seite bleibt Content – deutlich erkennbar – für längere Zeit auf den Plattformen verfügbar. Hier liegt die Entscheidung darauf, Kommunikationshoheit aufzubauen und mit jedem Newsfeed das „Big Picture“ zu vermitteln. Auf der anderen Seite entscheidet man sich bewusst für ein kurzes „Haltbarkeitsdatum“ Im Zweifelsfalls sind Posts dann lediglich 24 Stunden einsehbar, was beispielsweise bei einem Produkt-Launch, wo die Zielgruppe eher Clubcharakter hat durchaus interessant sein kann. Mit der heutigen Überflutung der Kanäle mit Content, kann diese Vergänglichkeit also auch zum Vorteil werden. [Tweet „Bei der heutigen Content-Überflutung, kann  Vergänglichkeit zum Vorteil werden“] Denn eine kurze Verfügbarkeit des Contents wie bei Snapchat und Periscope hat den Vorteil, dass Nutzer einem gewissen Druck ausgesetzt sind: Wenn der User an dem Thema interessiert ist und mitreden will, muss er die Inhalte schnell anschauen und im Nachrichten stream aktiv geschaltet sein.

Bei der Entscheidung für einen Kanal kommt es also auf die Zielsetzung an, mit der die Botschaften abgesetzt werden. Im B2B-Bereich dürften die Entscheidungen eher für Kanäle ausfallen, die auch langfristig wahrnehmbar sind.
Wir freuen uns wie immer auf Eure Kommentare und Anmerkungen.

Von Jacqueline Althaller