Der Weg zum anerkannten Meinungsführer

Der Weg zum anerkannten Meinungsführer

Gefragte Meinungsführer sind in einer traumhaften Position: Sobald man ein – oder gar der – profilierte Experte in seinem Fachgebiet ist, ist man im Gespräch. Stellen Sie sich vor: Journalisten, Kunden und Klienten wenden sich an Sie und selbst für Wettbewerber werden Sie zu einer wichtigen Instanz.

Die Digitalisierung bringt neue Möglichkeiten, um den begehrten Status zu erlangen, erfordert aber auch neue Strategien. Diese drei Schritte bringen Sie auf Ihrem Weg zum Meinungsführer ins Ziel:

1. Experte werden: Richten Sie den Blick immer nach vorne!

Eine gelungene Positionierung gelingt, wenn Unternehmenskommunikation und Marketingkommunikation zusammenarbeiten: Wissen lässt sich nicht einfach behaupten. Erfolgreich sind Sie, wenn Sie für Ihr Thema brennen – und was überzeugt da mehr, als eine konsequente Umsetzung Ihrer Überzeugungen innerhalb Ihres Unternehmens? Dann hat auch Ihre Kommunikation nach außen Hand und Fuß.

Ihre Kommunikationsabteilung gewinnt Management-Funktion: Sie liefert strategischen Input auf dem Weg zum Experten. Legen Sie Wert auf innovatives, gut recherchiertes Material. Denn: Durch Wiederholung von bereits Bekanntem werden Sie nicht zum Meinungsführer!

Harte Fakten sind der erste Schlüssel zum Erfolg – nur Experten werden zu Meinungsführern. Aber nach dem zehnten Fachmann zum Thema von vorgestern fragt niemand. Denken Sie voraus! Bleiben Sie immer am Puls der Zeit in Ihrer Branche und erkennen Sie die Bedürfnisse von morgen. Gibt es gerade brandheiße Entwicklungen in Ihrem Fachgebiet? Dann besteht auch Informationsbedarf. Werden Sie zum ersten Experten für das Thema der Stunde!

Ein gelungenes Beispiel für die Etablierung als Meinungsführer ist LinkedIn: Der amerikanische Konzern erkannte, dass viele Unternehmen dringend Informationen darüber brauchen, wie sie über soziale Medien Einfluss auf ihre Marke und ihren Ruf als Arbeitgeber nehmen können. Diese Marktlücke bediente LinkedIn mit dem Employer Brand Playbook und konnte sich als erster Experte für die Rekrutierung talentierter Arbeitskräfte positionieren.

2. Fachwissen kommunizieren: Bieten Sie Orientierung!

Ihr Wissen ist hieb- und stichfest, Sie sind Experte? Nun heißt es: kommunizieren, kommunizieren, kommunizieren. Aber nie das Ziel aus den Augen verlieren: Sie wollen vor allem Ihr Expertenwissen teilen und Orientierung bieten!

Hier kommen die digitalen Möglichkeiten ins Spiel: Ein eigener Blog, um Ihr Expertenwissen ausführlich zu vermitteln, ist unverzichtbar. Achten Sie bei Ihren Posts auf Regelmäßigkeit: Ein klar kommunizierter Rhythmus erhöht die  Erwartung an Ihren nächsten Beitrag. Orientieren Sie sich am besten an der Maxime „so oft wie möglich, so wenig wie nötig“ – werden Sie eine verlässliche Präsenz, aber übersättigen Sie Ihr Publikum nicht.

Selbstverständlich muss nicht jeder Ihrer Beiträge das Rad neu erfinden. Echte Experten kommunizieren aber nie nur um der Kommunikation willen: Auch kurze Statements werden durch knackige und verständliche Thesen zum wertvollen Diskussionsbeitrag, der Lust auf mehr macht.

Vergessen Sie nicht: Auch in der B2B-Kommunikation richten Sie sich immer an Menschen, mehr dazu hier. Es lohnt sich also, Inhalte spannend zu verpacken!

3. Gefragter Ansprechpartner werden: Treten Sie in den Dialog!

Social Media eignet sich hervorragend, um Ihre Beiträge zu verbreiten. Hier haben Sie auf Ihrem Weg zum Meinungsführer noch eine weitere wichtige Aufgabe: Signalisieren Sie stets Dialogbereitschaft. Auch Gastbeiträge, durch die sich Ihre angesprochene Zielgruppe vergrößert, und die Kommunikation mit Journalisten machen Sie zum gefragten Ansprechpartner. Kommunikation ist das A und O: Werden Sie zu einer wertvollen Informationsdrehscheibe!

Als Meinungsführer anerkannt zu werden, ist nicht einfach. Haben Sie den gefragten Status erst einmal erlangt, werden Sie – und Ihre Kunden – von Ihrem Fachwissen und Ihrer neuen Rolle jedoch enorm profitieren.

 
Hans-Wilhelm Eckert

By | 2017-09-07T14:33:28+00:00 September 7th, 2017|cultundcomm|3 Comments

3 Comments

  1. M.H. 17. Oktober 2017 at 8:40 - Reply

    Die Meinungsführer von heute: Influencer.

    Caro Daur, Stefanie Giesinger & Co. beherrschen die drei Schritte perfekt. Sie brennen für Ihr Thema und haben Vorbildcharakter ǀ Sie halten die Waage zwischen einer verlässlichen Präsenz und Übersättigung ǀ Sie treten mit ihren Followern in Dialog.

  2. Mo.v.Delft 19. Oktober 2017 at 13:51 - Reply

    „Wissen lässt sich nicht behaupten.“ – Diese Aussage trifft den Nagel auf den Kopf: auf Behauptungen müssen Taten folgen.
    Gerade beim zweiten Punkt geht es nicht nur um die Kommunikations- und Diskussionsbereitschaft, sondern meiner Meinung nach vor allem um das Wie, das auch im Artikel schon anklingt. Sprache/Formulierungen/Ausdruck sind ebenso wichtig wie die Umsetzung nach außen. Je nach Zielgruppe muss versucht werden, die Menschen auf ihrem Wissensstand abzuholen, interessiert zu machen – und gleichzeitig neue Erkenntnisse vermittelt werden. In Kombination mit Dialogbereitschaft ergibt sich folglich ein interessantes Bild des Meinungsführers, wodurch dieser auch mehr „Zuhörer“ generieren kann.

  3. Bianca Brandau 21. Oktober 2017 at 13:44 - Reply

    Ich denke, hier sollten wir zwischen Meinungsführern auf verschiedenen Fachgebieten und Influencern aus der Boulevardpresse differenzieren, @M.H. Dennoch haben natürlich beide ähnliche Ziele, nämlich mitunter möglichst viele User zu erreichen. Dabei bin ich der Meinung, dass gerade der hier unter Punkt drei angesprochene Punkt für fachliche Meinungsführer sehr gewinnbringend sein kann. Denn durch das Teilen der Inhalte auf unterschiedlichen sozialen Netzwerken, verbreiten wir unser Wissen nicht nur in größeren Kreisen, sondern erreichen auch verschiedene Zielgruppen. Dadurch entstehen wiederum neue Ansätze und Diskussionen, die die Grundlage für das Vorantreiben der jeweiligen Themen bilden.

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