B2B setzt auf Fachpresse für Entscheider

B2B setzt auf Fachpresse für Entscheider

Die dmexco ist gerade vorbei und die Medientage stehen kurz bevor: Da fällt es schwer, nicht an die Zukunft der Medien zu denken. Die Studie der Deutschen Fachpresse „B2B-Entscheideranalyse 2014/15“ zeigt, dass 94 Prozent der 7,6 Millionen professionellen Entscheider in Deutschland Fachmedien als Informationsquelle in ihrem Arbeitsalltag nutzen. Viele der Fachzeitschriften haben bereits eine online-Ausgabe. Interessanterweise präferieren B2B-Entscheider aber die Printausgabe, wie 82 Prozent der Befragten angeben.

Das Leseverhalten spielt hier eine große Rolle: Während ein Newsticker auf dem Smartphone oder Tablet kurz über Aktuelles informiert, bevorzugen viele einen langen, anspruchsvollen Artikel in der Printversion, da er doch einfacher zu lesen ist. Das hat übrigens nichts mit dem Alter zu tun – über 99 Prozent der unter 40-jährigen Entscheider informieren sich in der Fachpresse. Digitaler Journalismus ist dennoch wichtig – denn ein qualitativ hochwertiger Artikel sollte natürlich auch online gefunden werden. Ob dann in den Online-Ausgaben oder auf den Social Media Plattformen nur relevante Ausschnitte angezeigt werden, tut der Berechtigung des Printmediums keinen Abbruch, solange der Leser auf den Originalartikel verwiesen wird. Gerade berichtet die ZEIT, dass der Axel-Springer Verlag eine Kooperation mit Samsung eingeht, um künftig Onlineartikel immer und überall zugänglich zu machen. Dies zeigt deutlich, welche Relevanz die Verlage dem mobilen Journalismus beimessen, um den Leser auf allen Kanälen abzuholen.

Fachpresse für Entscheider ist wichtige Informationsquelle

Die Fachpresse für Entscheider ist vor allem dann die wichtigste Informationsquelle, wenn es um Impulse für Kaufentscheidungen geht. Dabei schätzen die Leser vor allem die Glaubwürdigkeit neutraler und seriöser Informationen. 83 Prozent der Topmanager geben an, nach dem Lesen von Fachmedien Informationen auf der Website des Anbieters recherchiert zu haben; 81 Prozent der Topmanager haben auf Grund eines Fachbeitrages persönlichen Kontakt zu Anbietern aufgenommen.

Handlungsempfehlung für Unternehmenskommunikation

Soweit die Ergebnisse der Studie. Doch was bedeutet das für die Unternehmenskommunikation?

So wichtig Social Networking und Content Marketing sind, so bedeutend ist immer noch die Platzierung von qualitativen, redaktionell bearbeiteten Fachaufsätzen in Fachzeitschriften. Dabei empfiehlt es sich, folgendes zu beachten:

  • Es gilt, die relevante Fachpresse für Entscheider für die jeweiligen Kundensegmente zu beobachten und zu analysieren.
  • Die Kommunikationsstrategie ist im Einklang mit der Strategie des Unternehmens: Inhalte auf der Unternehmenswebsite, Social Networking Plattformen und Publikationen in Fachmedien sind aufeinander abzustimmen.
  • Unternehmen sind gut beraten, Pressemitteilungen so zu verfassen, dass SEO sowohl für online als auch Printkanäle greift.
  • Es ist von Vorteil Redaktionskontakte zu Journalisten der relevanten Fachmedien zu pflegen, um aktuelle Neuigkeiten schnell in der Fachpresse zu platzieren.

Unternehmen stehen vor der Herausforderung, die unternehmensspezifischen Inhalte auf allen Kanälen im Einklang mit der Kommunikationsstrategie zu platzieren und dabei auch auf die unterschiedlichen Zielgruppen einzugehen. Beratung von außen in die Unternehmenskommunikation mit einzubeziehen ist auf jeden Fall von Vorteil, wenn es darum geht, die Unternehmensnews in spannende, journalistische Inhalte zu übersetzen. Gerade für die Fachpresse für Entscheider ist es unabdingbar, Pressemitteilungen mit einem geschulten Blick von außen redaktionell überarbeiten zu lassen. So steht der gewünschten Erhöhung der Brandawareness und der Neugewinnung von Kunden nichts mehr im Wege.

Was ist Ihre Meinung zu Fachzeitschriften? Beobachten Sie sich selbst – was erwarten Sie von Fachbeiträgen und wo und wann lesen Sie diese am häufigsten? Wir freuen uns auf eine rege Diskussion!

Von Jacqueline Althaller

By | 2017-04-15T22:36:54+00:00 September 24th, 2015|cultundcomm|2 Comments